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Städtebauliche und Soziale Folgen der beiden Weltkriege

Städtebauliche und Soziale Folgen der beiden Weltkriege

Siedlung „Am Bilderstöckchen” – Umgebaute Wagenhallen des Artilleriedepots, © Brigitte Jantz/Netzwerk e.V.

Die überwiegende Siedlungsentwicklung Bilderstöckchens erfolgte nach dem 2. Weltkrieg. Dennoch haben beide Weltkriege sowohl städtebauliche als auch soziale Spuren hinterlassen, die unterschiedlicher nicht sein könnten:

Zu Beginn des 20. Jahrhunderts wurden weite Flächen Bilderstöckchens zur Errichtung eines Artilleriedepots herangezogen. Dieses wurde jedoch nach dem 1. Weltkrieg aufgegeben und von der Stadt Köln übernommen. Zahlreiche infolge des 1. Weltkriegs in Wohnungsnot geratene Kölner Familien hatten das Glück, auf die Initiative der Kölner Stadtverordneten Gertrud Robertz und das verlassene Artilleriedepot zu treffen. Mit Hilfe der eigens gegründeten Siedlungsgesellschaft „Am Bilderstöckchen” und durch eigene Mitarbeit der Familieneltern sowie Unterstützung der katholischen Jugend wurde das leer stehende Depot in 54 Doppelhaushälften und weitere Reihenhäuser umgebaut. Die Familien konnten die mit Garten zur Selbstversorgung angelegten Häuser im Anschluss selbst beziehen (Erstbezug 1934) und nach einiger Zeit mit (aufgrund eigener Tatkraft) deutlich reduzierter Kaufsumme als Eigentum erwerben. Eine auch aus heutiger Sicht äußert innovative, städtebauliche Gemeinschaftsleistung!

Demgegenüber hatten die infolge des 2. Weltkriegs obdachlos gewordenen Familien nur die Option, in die von der Stadt in der größten Not rasch hochgezogenen Übergangswohnblöcke weiter nördlich zu ziehen, in relativ schmucklose Sozialbauten mit kleinen Wohnungen und geringem Komfort für die meist vielköpfigen und oft traumatisierten Familien. Was allerdings als Übergangslösung angedacht war, um Familien möglichst schnell mit einem Dach über dem Kopf zu versorgen, wurde zur Dauerlösung für die nächsten Jahrzehnte, mit den entsprechenden sozialen Folgen für die Bewohnerschaft.

Nur aufgrund des großen Engagements der ansässigen Kirchengemeinden, insbesondere der katholischen Pfarrgemeinde St. Franziskus, gelang es, in Kooperation mit der Stadt Köln und in Trägerschaft des Sozialdiensts katholischer Männer einen Jugendtreffpunkt direkt in den betroffenen Siedlungsbereichen zu errichten, mit dem Ziel den Teufelskreis aus Armut und Perspektivlosigkeit bis hin zu Kriminalität zu durchbrechen. Der charismatische ,Bruder Lukas’ (Lukas Ruegenberg, Benediktiner Pater der Abtai Maria Laach und Sozialarbeiter) fand erfolgreich den Zugang zu den Jugendlichen des Viertels und errichtete und eröffnete gemeinsam mit ihnen 1972 die erste Jugendeinrichtung „Lucky's Haus (damals noch in der Escher Str. 304). Aus dieser entstanden später weitere sehr wertvolle Initiativen, wie das ebenfalls von Bruder Lukas in 1984 gegründete Selbsthilfeprojekt „Kellerladen e.V.”.

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